It’s more fun in the Philippines

Es macht mehr Spaß auf den Philippinen – Ein Slogan, der uns bei unserer Ankunft in der Inselgruppe überall begegnet: Auf Flugzeugen, Werbeplakaten, T-Shirts… Ein wenig provozierend klingt das zwar schon, aber da wir einige der Inseln bereits 2012 im Urlaub kennen lernen durften, wissen wir auf jedenfall schon, dass da etwas dran ist.

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Über 7.000 Inseln gehören zu den Philippinen, unmöglich diese alle zu besuchen. Selbst eine Auswahl zu treffen, ist eine fast unlösbare Aufgabe, sind sie doch alle so unterschiedlich. Lange Anreisezeiten mit Bussen, Booten und einige Flüge machen das zu einem zeit- und kostenintensiven Vergnügen. Aber uns bleiben zumindest 6 Wochen, um wieder ein bisschen mehr von diesem Paradies zu entdecken.

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Schön ist für uns vor allem, dass wir nach langen Aufenthalten in Nepal und Laos uns nun wieder in einem Land befinden, wo wir uns mit nahezu allen auf Englisch sinnvoll verständigen können und Konversationen über “How are you”, “How many days in our country”, … hinausgehen. Englisch ist auf den Philippinen die Amtssprache, auch wenn es noch über 100 weitere Sprachen gibt. Viele Sprachen enthalten Englische und/oder Spanische Elemente, sodass wir uns nun eigentlich der Heimat wieder näher fühlen als beispielsweise in Nepal oder Laos. Und das, obwohl wir nun am weitesten von Zuhause entfernt sind. Sicherlich trägt auch das Essen und nicht zuletzt die Mentalität bei, die vor allem auch durch den katholischen Glauben, dem mehr als 90% der Filipinos angehören geprägt ist.

Während in Nepal der Hinduismus vor allen Dingen durch seine schier unendlichen Regeln im Alltag präsent war, haben wir in Laos erfahren, wie offen und allgegenwärtig der Buddhismus die Menschen begleitet. Jetzt wieder in einem christlichen Land zu sein, ist jedoch auch ein grosser Unterschied zu dem, wie wir das Christentum in Deutschland erleben. Gott ist hier überall: Jeder Bus oder Jeepney ist dekoriert mit “God bless…”, Rosenkränze baumeln an den Spiegeln, Jesus-Bilder und Maria-Figuren sind dekorativ in den Fahrerkabinen aufgestellt. Der Glaube wird hier viel offensichtlicher gelebt. Es gibt dabei allerdings auch sehr fanatische junge Männer, die um Ostern den Leidensweg Jesu tatsächlich nachleben bis zur Kreuzigung, bei der sie sich real an ein Kreuz nageln lassen. Allerdings ist das nur in einem kleinen Teil der Philippinen wirklich ein Thema. Der Rest feiert Ostern nicht ganz so heftig.

Am Karfreitag stoßen wir zufällig auf eine Prozession in Cebu-City, SAM_0339einer größeren Stadt in der Mitte der Philippinen, den Visayas. Es werden Kerzen verkauft, und je mehr Menschen dazukommen, desto mehr öffnen sich kleine Verkaufsstände mit Luftballons, Essen und kühlen Getränken. Selbst während der Prozession bleibt die Stimmung eher leger und junge und alte Menschen, Kleinkinder, einfach alle schließen sich langsam den fahrenden Wagen mit unterschiedlichen Heiligenfiguren an. In lockerer Stimmung und mit leisen Unterhaltungen, manchmal Gesängen oder Gebeten, ziehen so mehrere tausend Menschen mit Kerzen durch die dunkler werdenden Straßen von Cebu. Wir lassen uns einfach mitziehen und geniessen die Atmosphäre.

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